Heilpraktikerin_Röhl_Holzen_Lüneburg_Homöopathie_Hypnotherapie
Homöopathie - Elke Röhl Lüneburg Holzen

< zurück

Der Begründer der Homöopahtie, Samuel Hahnemann (1755 – 1843), studierte Medizin in Leipzig, ging dann nach Wien um seine Studien bei Joseph von Quarin, Leibarzt der Kaiserin, fortzusetzen und promovierte in Erlangen 1779 zum Doktor der Medizin.

Mit seinem während des Studiums erlangten Wissen war der junge Arzt keinesfalls zufrieden: allzu spekulativ erschienen ihm die Arzneikunst und die theoretischen Denkmodelle, allzu mager die praktische Ausbildung. Die üblichen Arzneien mit ihren zahllosen Bestandteilen und schweren, oft zum Siechtum führenden Nebenwirkungen riefen seinen inneren Widerspruch hervor, ebenso die Aderlässe, Schröpfkuren und andere damals gängigen Methoden. So gab er seine erst kurze Zeit bestehende Praxis wieder auf und erwarb den kargen Lebensunterhalt für sich und seine Familie durch Übersetzungen wissenschaftlicher Bücher.

Die Geburtsstunde der Homöopathie

Bei der Übersetzung der Arzneimittellehre des berühmten schottischen Pharmakologen Cullen entflammte sich Hahnemanns kritischer Geist an der Aussage des Autors, die Chinarinde heile das Wechselfieber durch ihre magenstärkende Wirkung. Dies schien ihm höchst unwahrscheinlich und er entschloss sich zu einem für die damalige Zeit revolutionären Versuch: indem er dieses Mittel selbst einnahm, wollte er dessen reine Wirkung auf den menschlichen Organismus ergründen. Das Ergebnis war verblüffend:

„...Ich nahm des Versuchs halber etliche Tage zweimal täglich jedesmal 4 Quentchen gute China ein: die Füsse, die Fingerspitzen wurden mir erst kalt, ich ward matt und schläfrig, dann fing mir das Herz an zu klopfen, mein Puls ward hart und geschwind; eine unleidliche Ängstlichkeit, ein Zittern (aber ohne Schauder), eine Abgeschlagenheit durch alle Glieder; dann Klopfen im Kopfe, Röte der Wangen, Durst  - kurz alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome erschienen nacheinander, doch ohne den eigentlichen Fieberschauder. Mit kurzem: auch die mir bei Wechselfiebern gewöhnlichen, besonders charakteristischen Symptome, die Stumpfheit der Sinne, die Art von Steifigkeit in allen Gelenken, besonders aber die taube widrige Empfindung, welche in dem Periostium über alle Knochen des ganzen Körpers ihren Sitz zu haben scheint – alle erschienen. Dieser Paroxysmus (Anfall) dauerte zwei bis drei Stunden jedesmal und erneuerte sich, wenn ich diese Gabe wiederholte, sonst nicht...“

Deshalb heilte China das Wechselfieber: weil es in der Lage war, ähnliche Krankheitssymptome beim gesunden Menschen hervorzurufen, das heisst ihn künstlich krank zu machen und somit einen Kranken, der unter ähnlichen Symptomen leidet, zu heilen!

Angeregt durch diese Entdeckung prüfte Hahnemann jahrelang alle möglichen Substanzen auf ihre eigentümlichen Wirkungen an sich und anderen Freiwilligen; die Resultate veröffentlichte er in über 11 Buchbänden sowie anderen Publikationen. So entstand die Materia Medica Homöopathica, die bis zum heutigen Tag auf viele hundert geprüfte Heilmittel angewachsen ist. Es werden Heilmittel aus allen Bereichen der Natur verwendet: Klapperschlangengift, Honigbiene, Ameise, Gold, Silber, Eisen, Pflanzen, Mineralien, Chemikalien, Kochsalz usw.

Er erkannte, dass das Auftreten von Krankheitssymptomen „nur“ Verstimmung der Lebenskraft bedeutet, dass eine tief im Inneren vorhandene unsichtbare Kraft aus der Ordnung geraten ist. Diese Kraft verleiht Körper und Geist all die Fähigkeit, das Leben zu erhalten und die Lebensvorgänge zu steuern. Es gibt also eine immaterielle Kraft (von Hahnemann Lebenskraft genannt), die den materiellen Körper belebt. Wenn diese immaterielle Kraft aus der Ordnung geraten und der materielle Körper dadurch krank werden kann, so muss die Heilung bei der Lebenskraft ansetzen.

Während der Arzneimittelprüfungen kam er zu einer weiteren Erkenntnis: dass die verabreichten Mittel an Kraft zunahmen, je mehr sie verdünnt und verschüttelt wurden. Durch diese Methode werden die verborgenen Kräfte der Substanzen aufgeschlüsselt: dieses Verfahren nannte er Dynamisieren oder Potenzieren. Diese potenzierten Mittel sind es, die die verstimmte Lebenskraft wieder in Harmonie bringen kann – das ist Gesundwerden.

Noch weiss man nicht genau, wie die homöopathischen Mittel ihre unbestreitbare, hunderttausendfach belegte Heilwirkung vollbringen, sicher ist jedoch, dass sie wirken und oft Unglaubliches vollbringen. Wer die zahllosen Heilungsberichte in der älteren und zeitgenössischen Fachliteratur studiert, ist erstaunt über die Heilkraft der Arzneien sowohl bei akuten, z. T. lebensbedrohlichen Zuständen und Verletzungen als auch bei chronischen, langjährigen Leiden aller Art.

Ein Vergleich aus unserer heutigen Zeit mag den grundlegenden Unterschied zwischen schulmedizinischer und homöopathischer Therapie verdeutlichen: in einem computergesteuertem Chemiewerk kommt es durch einen Fehler im Programm des Rechners nach und nach zu verschiedenen Ausfällen: von einigen Chemikalien werden zu grosse Mengen produziert, bei anderen stimmt die Zusammensetzung nicht. Im Winter arbeiten die Kühlsysteme auf vollen Touren, im Sommer streiken sie. Die Schulmedizin ist vergleichbar mit einer Reparaturkolonne, die jeden Fehler einzeln zu beseitigen bemüht ist: sie nimmt hier etwas weg, ergänzt dort ein wenig, sperrt an einer Stelle die Stromzufuhr und setzt an anderer Stelle Notstrom-Aggregate ein. An den eigentlichen Fehler, das schadhafte Computerprogramm (Hahnemanns Lebenskraft), kommt man jedoch nicht heran. Die homöopathische Arznei gleicht hier einem Reparaturprogramm, das in den Computer eingespeist wird und den Software-Fehler als Ursache aller aufgetretenen Störungen beseitigt.

Behandlung

In einem umfassenden Erstgespräch (Anamnese) werden die Symptome der Krankheit und des Menschen – dazu gehören auch die seelisch-geistigen Befindlichkeiten und andere Symptome, die nicht offensichtlich mit der bestehenden Krankheit zu tun haben  - von ihrem zeitlichen Beginn bis zum heutigen Tage genau ermittelt. Unbedingt nehme bei der Erstanamnese die Termine der Impfungen mit in die Unterlagen: oft ist zu beobachten, dass Probleme ab diesen Daten auftauchten.

Aus dieser Gesamtheit der Informationen wird das ähnlichste Heilmittel mit Hilfe des Repertoriums (Nachschlagregister) und des Literaturstudiums herausgearbeitet und der Patient bekommt eine einzige Arznei verordnet.
Im Allgemeinen findet eine zweite Konsultation nach ca. 4 Wochen statt, bei der die erzielten Fortschritte analysiert werden. In akuten Fällen natürlich früher. Nun wird erwogen, ob der Patient ein weiteres Mittel benötigt oder das Bisherige weiter genommen wird. Jeder Organismus hat seine eigene Geschwindigkeit im Reagieren. Bei fortschreitender Genesung wird die Zeitspanne zwischen den Konsultationen immer grösser, bis der Patient geheilt ist und keiner Behandlung mehr bedarf. Natürlich gibt es Kranke, die auch homöopathisch nicht mehr vollständig heilbar sind. Dennoch bietet die Homöopathie auch in solchen Fällen häufig Aussicht auf Besserung, ohne dass diese mit schweren Nebenwirkungen erkauft werden muss.

Zu beachten

ist während einer Behandlung das Vermeiden starker ätherischer Produkte wie Menthole (in Zahncremes), evtl. Kaffee. Gehen Sie nach Möglichkeit täglich 1 Stunde im Freien spazieren.

Nun möchte ich Sie noch ermutigen, Ihre Konflikte zu lösen. Trauen Sie sich, die Themen, die Ihnen vielleicht schon lange auf dem Herzen liegen, mit den betreffenden Menschen anzusprechen. Es gibt eine Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeiten, die andere Menschen anbieten und die wir gern annehmen können, um unseren Heilungsprozess selbst zu gestalten.

Ein alter Lehrer gab uns mit auf den Weg: kläre drei Fragen:

1. hast du Probleme mit Familienmitgliedern oder FreundInnen?
2. Bettest du dich richtig?
3. Ernährst du dich richtig?

Ernährung

Eine ausgeglichene, vollwertige Ernährung ist großartig. Für Kinder ist es das Wunderbarste, wenn sie so lange es geht gestillt werden. Geben Sie Ihren Kindern in den ersten Lebensjahren wenig bis keinen Industriezucker und wenig bis keine Weissmehlprodukte: diese entziehen dem Organismus unter anderem Calcium und B-Vitamine, um überhaupt verdaut zu werden. Folge sind Karies und nervliche Empfindlichkeit (das ist allerdings nicht die einzige Ursache).

Bieten Sie sich und Ihren Kindern Produkte aus der Gegend und aus vorwiegend ökologischem Anbau an. Man kann auch selbst einiges im kleinen Garten - selbst auf Balkonen - mit Kindern zusammen säen und ernten: Mohrrüben, Erbsen, Sprossen, Kräuter, Erdbeeren usw. Probieren Sie alles aus, was Sie interessiert: lassen Sie sich von allem, bei dem Sie ein gutes Gefühl haben, inspirieren und vertrauen Sie Ihrem Gefühl!


Homöopathischer Fragebogen

> hier anschauen (PDF)

Der homöopathische Fragebogen dient zur Vorbereitung auf ein Gespräch bzw. um sich zu informieren, was während einer Anamnese gefragt wird.

 

< zurück